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Aktionstag 2016

Vermeiden Sie Plastikmüll! – Aktionstag der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland
„Für die Ewigkeit – Plastik“

Bonn-Bad Godesberg. Brauchen Sie unbedingt eine Plastiktüte? Durch Plastiktüten werden in Deutschland jedes Jahr über 100.000 Tonnen Kunststoff verschwendet!
Plastiktüten belasten die Umwelt und die Ökosysteme. Allerdings sind Plastik und Kunststoff in unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. In jedem Haushalt gibt es Gegenstände aus Plastik. Die Frage ist, wie gehen wir damit um?

Beim landeskirchenweiten Aktionstag der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland „Für die Ewigkeit - Plastik“ setzten sich am 25. Mai viele Frauenhilfen mit dem Thema Plastik auseinander und nutzten dafür die umfangreiche und vielfältige Arbeitshilfe des Landesverbands. Richard Brand, Umwelt-Referent der Landeskirche, informierte in der Frauenhilfe Kempen u.a. über die Auswirkungen des gedankenlosen Umgangs mit Plastikverpackungen.  Allein in Deutschland werden jedes Jahr 6,7 Milliarden Plastiktüten verbraucht. Besonders gefährlich sind die kleinen Zellophantüten aus den Obst- und Gemüse-abteilungen, die nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden. Durch ihr geringes Gewicht werden sie vom Wind aus offenen Mülleimern oder Müllsortierungsanlagen davongetragen und landen in der Natur. Für Barbara Klewin, Leiterin der Frauenhilfe, war das Fazit des Tages: „Vermeiden wir den Gebrauch von Plastik, nehmen wir stattdessen Papiertüten und Stofftaschen zum Einkaufen. Damit können wir einen großen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung leisten.“

Beim Aktionstag in Wuppertal berichtete Regionalreferentin Ulrike Schalenbach zusammen mit Frauen aus dem Kreisverband über die Folgen der Plastikverschmutzung in den Weltmeeren.  Sie verdeutlichten an einer Weltkarte, dass rund 88 % der Meeresoberfläche mit Mikroplastikmüll verschmutzt ist. Fische und andere Meerestiere verwechseln diesen Plastikmüll mit Plankton, und so gerät das Plastik in die Nahrungskette. 

Auch die Teilnehmerinnen in Velbert (Kreisverband Niederberg) waren sehr an dem Thema interessiert. Neugierig diskutierten sie Aussagen zum Umgang mit Plastik weltweit und hatten Spaß dabei, zu erraten, welche Aussagen der Wahrheit entsprechen und welche nicht.
Zum Schluss stellte Regionalreferentin Sabine Richarz noch ein Upcycling-Projekt von Andreas Froese vor, der die innovative Idee hatte, PET-Flaschen mit Bauschutt und Lehm zu füllen, um daraus praktische und stabile Häuser zu bauen, die sich dem Klima anpassen.  Andreas Froese setzt sich mit seinen Bauprojekten besonders  in den Ländern ein, wo es keine Abfallentsorgung gibt. Viele solcher Projekte sind bereits an verschiedenen Orten der Welt als „Hilfe zur Selbsthilfe“ entstanden.

Die Evangelische Frauenhilfe im Rheinland unterstützt dieses Projekt und bittet um Ihre Spende:                  
Evangelische Frauenhilfe im Rheinland e.V. – Kennwort: „Plastik“
IBAN: DE70 3506 0190 1010 2290 10 | BIC: GENODED1DKD