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Aktuelles - 22.04.2017

Delegiertenversammlung der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland

Antje Schrupp ermutigt, klar Position zu beziehen gegen Rechtspopulismus

Vortrag bei der Delegiertenversammlung der Ev. Frauenhilfe im Rheinland

„Es gibt einen Zusammenhang zwischen Frauenfeindlichkeit und Demokratiefeindlichkeit“, sagte die Politikwissenschaftlerin, Journalistin und Publizistin Antje Schrupp aus Frankfurt/Main. Sie informierte  am  letzten Samstag bei der Delegiertenversammlung der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland in Bonn über das Thema „Rechtspopulismus – woher er kommt und was wir tun sollten“. In ihrem Vortrag machte Antje Schrupp anhand verschiedener rechtspopulistischer Äußerungen deutlich, wie Ängste und Gefühle der Benachteiligung auf erschreckende Weise ausgenutzt werden. Die Angst, durch zu viel Diversität könnte die Gesellschaft bedroht werden, ist eine dieser Ängste, die geschürt werden, um fremdendfeindliche Positionen zu untermauern und Forderungen nach Geschlechtergerechtigkeit infrage zu stellen.

Gleichheit und Freiheit als Prinzipien eines guten Lebens für alle
Antje Schrupp, die neben Politologie und Philosophie auch Evangelische Theologie studierte, ermutigte die Delegierten aus den 38 Kreisverbänden der rheinischen Frauenhilfe dazu, im persönlichen Umfeld klar Position zu beziehen und im Gespräch mit Andersdenkenden für die eigenen Überzeugungen zu werben. Als Christinnen sollen wir uns für Gleichheit und Freiheit als Prinzipien eines guten Lebens für alle einsetzen, weil alle Menschen als Ebenbilder Gottes die gleiche, unantastbare Würde haben. Daraus resultiert dann auch ein bestimmtes Demokratieverständnis, das die Menschenrechte als Maßstab nimmt und für Respekt und Toleranz eintritt.

Menschenfeindlich denken und handeln – nicht mit uns!
Die Evangelische Frauenhilfe im Rheinland unterstützt die Resolution der Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD) „Menschenfeindlich denken und handeln – nicht mit uns!“ Darin heißt es: „Wir nehmen es nicht widerspruchslos hin, dass rechtspopulistische Gruppierungen in unserer Gesellschaft Hass schüren. Wir kritisieren ungerechte Verhältnisse ebenso deutlich wie die Instrumentalisierung von Ängsten für rechtspopulistische Ideologien.“ Der Frauendachverband fordert dazu auf, sich gegen Menschenfeindlichkeit und Gewalt jeglicher Art zu positionieren.

(Christine Kucharski, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland e.V.)


Pressemitteilung