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WDR-Filmteam zu Gast in der Dünenklinik

WDR-Filmteam von „Menschen hautnah“
zu Gast in der DÜNENKLNIK |Evangelische MutterKindKlinik Spiekeroog

Anstrengender Beruf, quengelnde Kinder, stapelweise dreckige Wäsche und auch noch gut aussehen. Wer soll das unter ständigem Zeitdruck bewältigen? Immer mehr Mütter schaffen es nicht. Sie landen in der Erschöpfungsfalle. Burn-out ist längst keine Managerkrankheit mehr. Die Fachkliniken für gestresste Mütter sind überfüllt.

"Menschen hautnah"-Autorin Diana Ahrabian begleitete eine Mutter vor, während und nach ihrer Kur in der Dünenklinik. Der Filmbeitrag zeigt, wie schwierig es für alle Beteiligten ist, wenn Mütter nicht mehr so funktionieren können und wollen, wie sie es jahrelang getan haben.
--> Sendung: WDR, 11.08.2016, 22:10-22:55 Uhr

Steffi M. ist alleinerziehend, hat eine Tochter und arbeitet als Heilpraktikerin mit eigener Praxis. Sie ist psychisch am Limit und sagt: „Ich habe festgestellt, dass die meisten Leute gar nicht damit klar kommen, wenn ich nicht funktioniere. Das scheint denen Angst zu machen, also funktioniere ich immer weiter." Steffi weiß, auf Dauer kann sie so nicht mehr leben und entscheidet sich für eine Mutter-Kind-Kur auf Spiekeroog.

„Die Anforderungen an Mütter sind höher geworden. Frauen sollen arbeiten gehen und erwerbstätig sein, Frauen sollen die Kinder so fördern, dass später auch etwas aus ihnen wird. Das ist eine Doppel- und Dreifachbelastung, die dann eben auch zur Erschöpfung führt", sagt Dagmar Müller, Geschäftsführerin der Evangelischen MutterKindKlinik |DÜNENKLINIK und Leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland. Durch einen dreiwöchigen  Ausstieg aus dem Alltag ermöglicht eine Mutter-Kind-Kur den Frauen eine nachhaltige gesundheitliche Erholung für Leib und Seele. Körper und Geist kommen in Bewegung, Alltagsstrukturen können überdacht und verändert werden und Eltern-Kind-Beziehungen gestärkt werden. „Ich erlebe in der therapeutischen Arbeit, dass die Mütter nach der Ankunft in der Dünenklink ihre Masken des „Funktionieren-Müssens“ fallen lassen und die Erschöpfung sich Bahn bricht, weil sie erfahren, dass sie hier auch so angenommen sind. Dann kann die gemeinsame Arbeit an der Heilung beginnen“, beschreibt Dagmar Müller ihre Erfahrungen.

Die Evangelische Frauenhilfe im Rheinland verwirklicht damit zeitgemäß ihren diakonischen Auftrag. Die Stärkung von gesundheitlich belasteten Frauen ist ein diakonischer Dienst an der Basis unserer Gesellschaft, in der die Sorge-Arbeit immer noch nicht genügend bewertet wird, egal ob in der Familie oder in Erziehungs- und Pflegeberufen. „Da die Tagessätze der Krankenkassen knapp bemessen sind, freuen wir uns immer wieder über Spenden unserer Frauenhilfe-Mitglieder. Dadurch können wie armen Frauen ein Taschengeld zahlen oder neue Spielgeräte anschaffen. Es ist gut, einen starken Verband hinter der Dünenklinik zu haben!“